Heilpädagogisches Begleiten mit dem Pferd

Das heilpädagogische Begleiten mit dem Pferd (HBP) ist eine geführte und geleitete Begegnung zwischen Mensch und Tier, die darauf abzielt, Menschen jeden Alters individuell und ganzheitlich zu fördern. Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit körperlichen, seelischen und sozialen Entwicklungsstörungen lernen behutsam Vertrauen zum Pferd aufzubauen. Bei der Therapie gilt, dass der Umgang mit dem Tier im Vordergrund steht und nicht die Reitfertigkeit.

Der Film gibt einen Überblick über das HBP. Kinder und Jugendliche pflegen, führen und füttern die Pferde. Rosemarie Pösl, HBP-Therapeutin und Leiterin der SpielRaum-Schulgruppe, erklärt wie die Therapie abläuft und welche Voraussetzungen die Pferde mitbringen müssen. Lachende und entspannte Kinder sind ein toller Erfolg für Rosemarie Pösl.

Bereits das Berühren, Füttern und Pflegen des Pferdes schafft eine enge Verbundenheit zwischen Mensch und Tier. Beim geführten Reiten versetzt der Schritt des Pferdes das Becken des Patienten in eine dreidimensionale Bewegung, die dem Schema des Gehens entspricht und dadurch die Hirnaktivität fördern kann.

Das heilpädagogische Begleiten mit dem Pferd verbessert die psychische und körperliche Gesundheit auf vielfältige Weise. So können Menschen einen verantwortungsvollen und einfühlsamen Umgang mit jedem Lebewesen – auch mit sich selbst – erlernen. Schließlich werden bei der kontaktintensiven Therapie alle Bereiche menschlicher Wahrnehmung angesprochen. Der vertrauensvolle Umgang mit dem Pferd stärkt zudem das Selbstbewusstsein, die Konzentrationsfähigkeit und die Sprachfähigkeit. Darüber hinaus wird durch das Reiten auch das Körpergefühl intensiviert.

Gemäß dem individuellen Ansatz bietet Rosemarie Pösl maßgeschneiderte Behandlungsangebote an.

Was leistet das heilpädagogische Begleiten mit dem Pferd?

  • Förderung des Wahrnehmungsvermögens
  • Stärkung des Selbstbewusstseins
  • Verbesserung der Kommunikationsfähigkeit
  • Erweiterung des Körperbewusstseins
  • Förderung des kooperativem Verhalten und des Verantwortungsbewusstseins
  • Verbesserung des Einfühlungsvermögens
  • Spüren eigener Bedürfnisse Stärkung des Gleichgewichtsgefühls